FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum

#krisemeistern und #zukunftgestalten.

Weiter führende Antworten finden Sie in den Büchern der Reihe „Krise Meistern“  und den Handbüchern „Zukunft gestalten“ von Angelika WOHOFSKY.

Wie erkenne ich eine Krise?

Eine Krise erkennen Sie daran, dass bisher gewählte Methoden und Konzepte keinerlei Wirkung mehr zeigen. Überhaupt kommt es zu einem allmählichen Stillstand des bisherigen Alltags, Lebensstils oder Geschäftslebens.

Eine Krise ist immer von einem Zusammenbruch des Systems begleitet und wird von einem zentralen Ereignis ausgelöst. Krisen sind auch nicht punktuell zu verstehen, sie verlaufen über einen längeren Zeitraum und sind das Ergebnis der vorangegangenen Jahre der Zersplitterung von Gesellschaft und Wirtschaft. Die Krise als „vierte Wendung“ dauert ebenfalls rund 20 Jahre an und hat 2008 begonnen.

Mehr zur vierten Wendung und zur Krise in meinem neuen Buch „Communications“.

Was gibt es für Krisen im Unternehmen?

In der Unternehmensberatung werden fünf verschiedene Krisenstadien erkannt, die jederzeit eintreten können. Diese Krisenstadien bauen aufeinander auf und können bei Nichtbeachtung in einer Insolvenz münden. Viele Unternehmen befinden sich in einer diesen Krisenstadien, ohne sich ihrer bewusst zu sein.

  • Stakeholderkrise (Interessenskonflikte)
  • Strategiekrise (Unternehmensstrategie fehlt)
  • Produkt- und Absatzkrise
  • Erfolgskrise
  • Liquiditätskrise

Mehr zu den Krisen in meinem neuen Buch „Communications“.

Wie komme ich aus der Krise heraus?

Gemäß der Strauss & Howe Generationentheorie, auf die unsere Lösungen fußen, stehen Ihnen in Krisenzeiten eigene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit diesen Handlungsfeldern können Sie Krisenjahre besser bewältigen und sich aus einer Krise wieder herausarbeiten.

  • Akzeptieren Sie die Krise!
  • Setzen Sie auf Kooperation.
  • Helfen Sie sich untereinander und bewältigen Sie die Probleme des Alltags gemeinsam.
  • Gründen Sie Teams, die an bestimmten Problemstellungen und Lösungen dazu arbeiten.
  • Üben Sie Nachbarschaftshilfe.
  • Bauen Sie ökologische und kleinregionale Wirtschaftskreisläufe auf; geht auch online.
  • Räumen Sie auf, lösen Sie sich von Strukturen, die nicht mehr funktionieren,  und vermeiden Sie riskante Geldgeschäfte.
  • Nützen Sie die Zeit um fachlich und menschlich dazuzulernen (Weiterbildung, Persönlichkeitsbildung).
  • Kommunizieren Sie so viel wie möglich untereinander, tauschen Sie sich aus, auch über die Probleme und Fehler.
  • Passen Sie das Geschäftsmodell an die vorhandenen Ressourcen an.
  • Holen Sie noch mehr Technologie und Digitalisierung in die Firma.

Mehr Tipps in meinem Buch „Communications“.

Merkmale einer Krise sind

Nach der Generationentheorie von William Strauss und Neil Howe stellt eine Krise einen Zeitraum von rund 20 Jahren dar. Sie wird als „vierte Wendung“ bezeichnet. Solche Krisenjahre kehren alle 80 bis 90 Jahre wieder und zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • die Familie als klassisches Rolemodel gewinnt an Bedeutung
  • Kinder werden überbeschützend erzogen
  • die Geschlechterrollen werden traditioneller und Gleichstellung verliert an Relevanz
  • die Welt wird an Ideologien gemessen; starkes Schwarz-Weiß und Gut-Böse-Denken
  • neue Institutionen (autoritär, totalitär) werden gegründet und erheben Machtansprüche
  • kulturelles Leben gibt es nur, wenn die Kultur praktisch und nützlich ist
  • soziale Strukturen zerbrechen und lösen sich auf
  • sehr vereinfachtes Weltbild mit einfachen Erklärungen auf komplexe Probleme
  • Gemeinschaften erstarken zu einem „Wir gegen die Anderen“
  • Menschen außerhalb dieser Gemeinschaften werden stigmatisiert, ausgegrenzt und angeklagt
  • größte Herausforderung ist es, den eigenen Alltag zu organisieren und funktionstüchtig zu halten
  • es gibt keine Projektion von Zukunft, nur ein Jetzt
  • Auseinandersetzungen werden sehr endgültig geführt („der totale Krieg“)

Mehr dazu finden Sie im Buch „Communications“.

Wie sieht die Zukunft aus?

Gemäß der Strauss & Howe Generationentheorie folgt auf jede Krise wieder eine Zeit des Aufschwungs, also ein Hoch. Damit wäre die Frage schon beantwortet, wie die Zukunft aussieht. Es kommt garantiert wieder zu einem Aufschwung und zu Prosperität. Zuerst jedoch muss die Krise in ihrer vollen Dimension durchlebt werden. Das Hoch wird, nach Strauss & Howe, ab 2030 realistisch möglich sein.

Dabei geben wir der Wissenschaft und humanistischen Werten den Vorzug vor spaltenden Ideologien, Meinungsführern und polemisierenden Politiken.

Auch wird weibliche Führungskraft und der Anspruch der Frauen auf Mitentscheidung bei gesellschaftlichen, politischen, ökologischen und wirtschaftlichen Fragen stärker berücksichtigt werden. Bedenken Sie, was wir heute falsch entscheiden, können wir erst in 15 bis 20 Jahren wieder korrigieren!

Damit rückt das Wir und das Wohl der Gemeinschaft in den Vordergrund. Vielleicht gelingt es uns auch, das jahrhundertelang praktizierte kriegerisch-patriarchale Dominanzstreben auf gesellschaftlicher Ebene zu hinterfragen und die Basis für ein echtes Miteinander zu legen.

Wie die eigene Zukunft gestalten?

Da jeder Krise ein Hoch folgt, kommt den Entscheidungen während der Krisenjahre eine hohe Bedeutung zu. Was wir jetzt entscheiden, bestimmt unsere Zukunft, deren Auswirkungen wir schon Mitte der 2020er Jahre spüren werden. Also gestalten wir jetzt in diesem Jahrzehnt aktiv unsere Zukunft mit. Dabei sollten wir auf folgende Bereiche achten:

  • Lassen Sie den Wandel und die Auflösung nicht mehr funktionierender Strukturen zu. Lassen Sie sich aufs Neue ein, ohne schon vorher zu wissen, was die Lösung sein wird!
  • Datenschutz und das Recht auf personenbezogene Daten und ihrer Verwendung sollten im Fokus stehen.
  • Demokratische und humanistische Werte bilden eine moralische Leitlinie als Kontrapunkt zu autoritären Machtansprüchen.
  • Auf ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit sowie eine auf Gemeinwohl orientierte Wirtschaft fokussieren.
  • Eine Nutzung digitaler Technologien, die den Menschen in den Mittelpunkt rückt, wird vorangetrieben.